Taft als Material für das Brautkleid

Taft gilt als eine der ältesten Gewebearten der Welt.Der Popeline-ähnliche Stoff, der auch unter den Namen Thai-Seide oder Seidentaft bekannt ist, wurde zunächst nur aus Seidenfasern gefertigt und zur Herstellung von Festkleidung, aber auch Accessoires wie Schmucksäckchen und Brillenetuis und Wohntextilien wie Gardinen und Bezüge genutzt.

Das Gewebe Taft

Heutzutage ist Taft ein beliebtes Material für die Herstellung von Abendkleidern und Brautmode, da es aufgrund seiner festen Bindung über eine edle, leicht glänzende Oberfläche und eine feste Griffigkeit verfügt. Allerdings werden nun bei der Produktion von Taftgewebe überwiegend Polyesterfasern verwendet, die durch ihre Strapazierfähigkeit besonders geeignet und preiswerter als Seidenfasern in der Herstellung sind. Wer dennoch ein aus Seidenfasern gefertigtes Brautkleid wünscht, sollte aber dennoch fündig werden.
Es wird zwischen ein- und doppelfädigem Taft unterschieden. Spürbarer Unterschied ist hier die Griffigkeit des Materials: Der doppelfädige Seidentaft weist als Kette zwei oder drei gedrehte miteinander verzwirnte Garne auf und als Schuss Trame. Dadurch ergibt sich eine besonders
gleichmäßige und feine Oberflächenstruktur und das gesamte Gewebe ist fester und steifer.

Taft als Material für das Brautkleid

Es gibt verschiedene Taftgewebe, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden können: Den festen Taftbroché mit stickereiähnlichen Mustern, der sich gut für festere Brautmoden-Accessoires wie Stola oder Handtasche eignet oder etwa der leichte Taftchiffon, der für die luftigeren Elemente des Brautkleides verwendet wird.
Je nach Rohstoff kann das Taftgewebe unterschiedlich fest sein. Für das Brautkleid selbst wird meist ein mittelschwerer bis schwerer Stoff genommen, der leicht bestickt und mit Verzierungen versehen werden kann und gut mit leichtem Stand fällt. Da er im Gegensatz zu Satin etwas leichter ist, lässt sich das Kleid auch dann noch gut tragen, wenn es reich verziert wird.

Sämtliche Accessoires, wie Stola, Schmuckbeutel und Handtäschchen können ebenfalls aus dem festen Gewebe hergestellt werden, so dass eine perfekt farbliche abgestimmte Brautmodenausstattung kein Problem darstellt. Besonders gern wird das Material für Kleider mit Raffungen verwendet, da man es in strenge Falten legen kann und es seine gegebene
Form behält.

Taft ist undurchsichtig, mit einer matt schimmernden Oberfläche, etwas weniger glänzend als Satin und wird sowohl als Obermaterial als auch als Futterstoff verwendet. Im Gegensatz zu dem sehr steifen Satin knittert das Taftmaterial allerdings auch leichter und sollte daher besonders sorgsam behandelt werden. Der leichte, immer wieder anders changierende Schimmer des Stoffes wirkt reizvoll und elegant und vermittelt der Trägerin zusammen mit der besonders angenehmen
Oberflächenstruktur das Gefühl, ein wirklich besonderes Kleid aus einem exklusiven Stoff zu tragen.