Art und Stil des Brautkleides

Die Entscheidung über Stil und Art des Brautkleides

Auch wenn man es vorher unzählige Male in Gedanken durchgespielt, ist die Realität doch meist überwältigend – der Moment wenn die Entscheidung über Art und Stil des Brautkleides. Hat man bereits als junges Mädchen davon geträumt, in rauschendem weißen Taft zu heiraten? Der Märchenprinz soll Sie auch in Wirklichkeit als Burgfräulein ehelichen? Sie lieben den Hippiestyle der sechziger und siebziger Jahre? Dann ist jetzt die beste Gelegenheit, diesen Wunsch zu verwirklichen. Wichtig ist, dass man sich nicht der Mode zu Liebe oder nach den Vorstellungen anderer verkleidet. Eine Hochzeit darf man so gestalten, wie man möchte, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Welches Kleid passt zu welcher Feier?
Wenn man eine traditionelle Hochzeit plant und auch die Lokalitäten in diesem Stil gewählt hat, so liegt es nahe, dass auch das Kleid dem angemessen ist. Möchte man hingegen in einem lockeren Ambiente feiern, empfiehlt es sich ebenso, die Kleidung hierfür stilgerecht zu wählen. Mein persönlicher Rat bei der Auswahl eines passendes Kleides ist, dass Sie überlegen, wie Sie Ihre Feier ausrichten wollen. Bei viel Tanz und Spiel erleichtert ein Kleid mit ausreichend Beinfreiheit alle Unternehmungen, bei einem ruhigeren Fest kann es gerne auch ein enganliegendes sein. Sie möchten in einem Hosenanzug heiraten? Heutzutage ist auch das kein Problem mehr. Geben Sie ihm dennoch eine feminine Note, es gibt herrliche Hosen- und Jacketschnitte, die jede Frau traumhaft kleiden. Zunächst gilt es also, sich zu entscheiden, wo und wann das Kleid erworben werden soll bzw. wer es schneidern kann. Vielleicht hat man einige Hochzeits-Zeitschriften zur Hand, darin finden sich sicherlich Anregungen und Ideen, an die man vorher noch nicht gedacht hat.

Den ganz persönlichen Stil finden
Sie möchten sich ein Kleid schneidern lassen? Ein hervor-ragender Einfall. Ich habe damals mein Hochzeitskleid auf ein Blatt Papier gezeichnet und es so lange verändert und Hinzufügungen vorgenommen, bis es mir gefiel. Allerdings sollten Sie für solch ein Vorhaben mindestens ein halbes Jahr im Voraus beginnen und sich rechtzeitig nach einem Schneider umsehen. Für den Kauf eines fertigen Kleides ist es gleichsam wichtig, frühzeitig auf „Braut-Kleid-Schau“ zu gehen. Bestimmt wird es Ihren Freundinnen ein Vergnügen sein, Sie dabei zu begleiten und zu beraten. Lassen Sie sich auf jeden Fall von Ihrer Intuition leiten, der Blick in den Spiegel verrät eindeutig, ob einem ein Kleid steht oder nicht. Suchen Sie nach einem Farbton, der Ihrem Teint schmeichelt. Einem hellen Hautton stehen besonders gut gedeckte Weiss- und Rottöne. Auch zarte Blau-, Lila-und Grünstufen sehen sehr schön aus.

Brautmode – Wie es Ihnen gefällt…
Vorsicht gilt es bei den beliebten Rosa- und Braun-Beigetönen zu wahren, denn sie lassen diesen Hauttyp schnell grau aussehen. Je heller die Haut, desto schöner liegen Rosenholz- und Naturrose-Farben mit ihr im Einklang. Bei dunklem Teint hingegen strahlen kräftige Farben, wie Schneeweiss, Feuerrot, Mokkatöne und kräftige Violetts. Bei der Ausgestaltung Ihres Kleides bietet die heutige Schneiderkunst Lösungen für fast alle Wünsche. Ob sich ein Sommerblütenmeer über das Kleid ergießen soll oder feine, gerade Linien raffinierte Akzente setzen, lassen Sie sich bei der Entscheidung ausreichend Zeit. Sehen Sie sich nach etwas um, das Ihre Persönlichkeit unterstreicht und Ihre Freude an diesem besonderen Tag zum Ausdruck bringt. Eine weitere Variante für eine Vermählung ist ein thematisches Fest — die Brautleute und alle Gäste kleiden sich zum Beispiel im Stil der 20er Jahre oder wie bei einem italienischen Karneval. Wenn alle weiblichen Gäste in Kleidern erscheinen, die einen ähnlichen Farbton haben verleiht das dem Fest einen ballhaften Charakter. Entscheidend ist, sich nicht zu „verkleiden“, sondern sich „auszuleben“ und das Fest mit Familie und Freunden zu genießen.

Die wichtigen Kleinigkeiten
Haben Sie nun das entsprechende Kleid gefunden oder es wird von der Schneiderin gearbeitet, ist der Moment gekommen, sich auch um die anderen Accessoires zu kümmern. Die Brautschuhe sollten nicht nur zum Kleid passen und elegant sein, sondern auch bequem, da man in ihnen die gesamte Feier gut zu Fuß sein möchte. Wenn man auch in seiner Freizeit hohe Schuhe trägt und sich in ihnen wohl fühlt, dann sind sie auch auf der Hochzeit eine gute Wahl. Liebt man hingegen eher flaches Schuhwerk, dann findet man mit Sicherheit auch hier ein zartes Paar. Ein kleiner Tipp, wählen Sie einen Schuh aus, der aus weichem Leder ist, da er im Laufe der Nacht nachgibt und sich so hoffentlich keine Blasen bilden. Damit der Schuh Zeit hat, sich dem Fuß anzupassen, laufen Sie ihn vor dem Fest schon etwas ein, das wird nicht nur Ihren Füßen guttun, sondern Sie werden sich auch sicherer fühlen.

Falls man einen Schleier tragen möchte, so orientiert sich dieser an der Art des Kleides. Ein romantisches Kleid sieht ebenso schön mit einem Blumengebinde im Haar der Braut aus, wie mit einem langen Tüllschleier. Ein Anzug oder ein Kleid in klarer Form wirkt sehr elegant mit einem kleinen Hutaufsatz, der mit Zierperlen und anderen Materialien versehen ist. Bei einer kirchlichen Trauung besteht die Möglichkeit des Schleierlüftens der Braut durch den Bräutigam. Wenn Sie dies vorhaben, dann planen Sie es rechtzeitig für das Kleid und die Frisur ein. Ein alter Brauch sagt, dass der Bräutigam das Brautkleid nicht vor dem Fest sehen soll, sonst drohe Unglück. Dahinter verbirgt sich sicherlich oftmals der Wunsch, den Zukünftigen mit einem „Traum in Weiß“ zu überraschen, mir jedenfalls hat es damals sehr viel Spaß gemacht, mein eigenes Hochzeitskleid mit meinem Mann gemeinsam auszusuchen, da er einen exzellenten Geschmack hat. Aber genauso schön ist es natürlich, den Liebsten am Hochzeitstag mit einem derartigen Geschenk der Liebe zu überraschen.